
Vor der Feier hat man die Qual der Wahl, bei welcher man gleichzeitig die Wahl der anschließenden Qual trifft.
Supermarktketten locken mit günstigen Wodka-Angeboten, die die Leute zum blinden Konsum bewegen sollen. Aufgrund der allgemeinen Unwissenheit über Wodka, orientieren sich viele Leute einfach nur am Preis. Der Irrtum liegt in der Annahme, dass jeder Wodka gleich ist und gleich schmeckt. Jeder kann sich mit einer einfachen Verkostung, in der man 2-3 Wodkas gegeneinander kostet, selber überzeugen.
Die Wodka Wahl sollte, genauso wie die Wein Wahl, ein wenig Zeit in Anspruch nehmen. Eine kurze Recherche im Internet kann dabei sehr helfen. Die teuersten Wodkas sind nicht immer die Besten, aber meistens haben höherpreisige Spirituosen eine bessere Qualität. (Rohstoff, Herstellprozess, Filterung, Kontrolle usw.) Qualität hat eben ihren Preis.
Die Vorteile eines teureren Wodkas liegen auf der Hand: Mehr Genuss beim Trinken und ein „leichterer“ Morgen danach. Ein teurer Wodka kann Sie nicht 100%ig vor einem Kater schützen, aber die Intensität wird sicher nicht so schlimm ausfallen wie bei billigem Suff. Viele Menschen achten bereits beim Essen auf die Herkunft und Qualität. Leider gibt es bei alkoholischen Getränken dieses breite Bewusstsein noch nicht und viele Leute trinken jeden x-beliebigen alkoholischen Schrott. Der Körper wird sich am nächsten Morgen in Form eines Katers rächen.
Die meisten gängigen Produkte aus dem Supermarkt (Absolut, Smirnoff, Eristoff, Stolichnaya, Wyborowa) kennt man bereits zur Genüge. Bei der nächsten Wodka Wahl orientieren sie sich (zur Abwechslung) nicht am Preis, sondern versuchen Sie einen neuen bzw. Ihnen noch unbekannten Wodka.
Hier ein Auszug aus dem Buch “Die Adern des Reichtums” 1862 von John Ruskin (englischer Sozialreformer) zum Thema Preis.
“Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgend jemand
ein wenig schlechter machen und etwas billiger verkaufen könnte;
Und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die
gerechte Beute solcher Machenschaften.
Es ist unklug, zu viel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter,
zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie zuviel bezahlen, verlieren Sie
etwas Geld, das ist alles.
Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen verlieren Sie manchmal alles,
da der verkaufte Gegenstand (Dienstleistung) die ihm zugedachte
Aufgabe nicht erfüllen kann. Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es,
für wenig Geld viel Wert zu erhalten.
Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko,
das Sie eingehen, etwas hinzurechnen. Und wenn Sie das tun,
dann haben Sie auch genug Geld, um etwas Besseres zu bezahlen.”